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Benedikt Markt

Schwimmlehrer bei Nessy

BM

Schwimmabzeichen Silber: Anforderungen, Alter und Tipps zur Vorbereitung

Bronze ist geschafft – und jetzt? Das Silber-Abzeichen ist die nächste Stufe: mehr Ausdauer, neue Sprünge und zum ersten Mal Streckentauchen. Hier findest du alle Anforderungen nach der Deutschen Prüfungsordnung Schwimmen, den Unterschied zu Bronze, das passende Alter und Tipps, wie sich dein Kind gut vorbereitet.


Was ist das Silber-Schwimmabzeichen?

Das Deutsche Schwimmabzeichen Silber ist die zweite von drei Stufen nach dem Seepferdchen: Es folgt auf Bronze und kommt vor Gold. Wer Silber hat, schwimmt deutlich länger als bei Bronze, taucht sicher und weiß, wie man sich zum Beispiel bei Erschöpfung selbst hilft. Einen Überblick über alle Stufen findest du hier: Schwimmabzeichen im Überblick.


Was braucht man für das Silber-Schwimmabzeichen?

Die Anforderungen gelten seit dem 1. Januar 2020 und sind bei der DLRG veröffentlicht. Zur Praxis gehören:

  • Kopfsprung vom Beckenrand und 20 Minuten Schwimmen. In dieser Zeit sind mindestens 400 m zurückzulegen: 300 m in Bauch- oder Rückenlage in einer erkennbaren Schwimmart und 100 m in der anderen Körperlage. Die Lage wird während des Schwimmens gewechselt, ohne sich festzuhalten.
  • Zweimal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche, dabei jeweils einen Gegenstand heraufholen, zum Beispiel einen kleinen Tauchring.
  • 10 m Streckentauchen mit Abstoßen vom Beckenrand im Wasser.
  • Sprung aus 3 m Höhe oder zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe.

Dazu kommt die Theorie: Baderegeln und Verhalten zur Selbstrettung, zum Beispiel bei Erschöpfung oder beim Lösen von Krämpfen.

Auch hier gilt: Die 20 Minuten sind eine Mindestdauer, keine Höchstzeit. Es geht um Ausdauer, nicht um Tempo.


Wie weit muss man beim Silber-Abzeichen tauchen?

Zwei Tauchaufgaben gehören dazu: zweimal etwa 2 m in die Tiefe, um je einen Gegenstand heraufzuholen, und 10 m Streckentauchen. Beim Streckentauchen darf sich dein Kind vom Beckenrand abstoßen – das ist bei Silber ausdrücklich erlaubt. Erst bei Gold wird aus der Schwimmlage heraus ohne Abstoßen getaucht.


Was ist bei Silber anders als bei Bronze?

Bronze Silber
Schwimmen 15 Minuten, mindestens 200 m 20 Minuten, mindestens 400 m
Lagenaufteilung 150 m + 50 m in der anderen Lage 300 m + 100 m in der anderen Lage
Tieftauchen einmal ca. 2 m zweimal ca. 2 m
Streckentauchen – 10 m mit Abstoßen
Sprünge Kopfsprung, Paketsprung Kopfsprung, Sprung aus 3 m oder zwei verschiedene aus 1 m
Theorie Baderegeln Baderegeln und Selbstrettung

Die Strecke verdoppelt sich also, und mit dem Streckentauchen und der Selbstrettung kommen zwei ganz neue Teile dazu. Die Bronze-Anforderungen im Detail findest du hier: Bronze-Abzeichen.


Ist das Silber-Schwimmabzeichen schwer?

Silber ist ein echter Schritt nach Bronze, aber mit Training gut erreichbar. Die größte Hürde ist meist die Ausdauer: 400 m am Stück, davon 100 m in der zweiten Lage, verlangen Kraft und eine ruhige, saubere Technik. Viele Kinder brauchen außerdem etwas Zeit, um sich beim Streckentauchen und beim Sprung aus 3 m Höhe wohlzufühlen. Für den Sprung gibt es eine Alternative: zwei verschiedene Sprünge aus 1 m Höhe.


In welchem Alter macht man das Silber-Abzeichen?

Ein festes Alter gibt es nicht. Die Prüfungsordnung kennt kein Mindestalter, und laut DLRG ist es bei Bronze, Silber und Gold egal, ob man Kind oder erwachsen ist. Entscheidend ist, ob dein Kind die 20 Minuten mit Freude durchhält. Nach Bronze braucht es dafür meist noch eine Weile regelmäßiges Training – das ist normal und kein Rückstand.


So bereitet sich dein Kind auf Silber vor

  • Ausdauer langsam steigern: Lieber regelmäßig längere, ruhige Strecken als kurze schnelle Bahnen.
  • Die zweite Lage ernst nehmen: 100 m in Rücken- oder Bauchlage sind doppelt so viel wie bei Bronze. Den Lagewechsel ohne Festhalten gezielt üben.
  • Streckentauchen schrittweise aufbauen: Erst wenige Meter, dann Stück für Stück weiter – immer mit einem Trainer oder einer Aufsicht in der Nähe.
  • Sprünge vorher ausprobieren: Ob 3 m oder zwei Sprünge aus 1 m – nicht erst am Prüfungstag zum ersten Mal.
  • Theorie besprechen: Baderegeln und Selbstrettung gehören zur Prüfung. Zum Auffrischen: Die wichtigsten Baderegeln.

Wo kann mein Kind Silber machen und was kostet das?

Im Nessy-Kurs begleiten wir Kinder mit Seepferdchen weiter zu Bronze, Silber und Gold. Unsere Trainer nehmen dort die offiziellen Deutschen Schwimmabzeichen ab, und die Prüfung kostet bei uns nichts extra. Wer schon Bronze hat und sicher 200 m schwimmt, kann in den Ferien auch unseren Crashkurs Silber-Gold besuchen. Aktuelle Termine stehen auf der Crashkurs-Seite.


Wie geht es nach Silber weiter?

Die letzte Stufe ist Gold: 30 Minuten Schwimmen mit mindestens 800 m, 25 m Kraulschwimmen, 50 m Brustschwimmen in höchstens 1:15 Minuten, 50 m Rückenschwimmen, 10 m Streckentauchen ohne Abstoßen, dreimal Tieftauchen in höchstens 3 Minuten, ein Sprung aus 3 m oder zwei verschiedene aus 1 m Höhe, 50 m Transportschwimmen und Kenntnisse zur einfachen Fremdrettung.


Das Wichtigste in Kürze

  • Silber ist die zweite Stufe der Deutschen Schwimmabzeichen, nach Bronze und vor Gold.
  • Gefordert sind Kopfsprung und mindestens 400 m in 20 Minuten (300 m + 100 m in der anderen Lage), zweimal ca. 2 m Tieftauchen, 10 m Streckentauchen und ein Sprung aus 3 m oder zwei verschiedene aus 1 m Höhe.
  • Zur Theorie gehören Baderegeln und Selbstrettung.
  • Die 20 Minuten sind eine Mindestdauer, keine Höchstzeit.
  • Ein Mindestalter gibt es nicht – entscheidend ist die Ausdauer.

Häufig gestellte Fragen

Benedikt Markt

Schwimmlehrer bei Nessy

Nach meiner Zeit in Schwimmvereinen habe ich bei der Schwimmschule Nessy meinen Platz gefunden und kann seit dem mein Wissen weitergeben und Kindern das Schwimmen beibringen.

Veröffentlicht: 10.10.2026

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