Geschrieben von:

Benedikt Markt

Schwimmlehrer bei Nessy

Nach meiner Zeit in Schwimmvereinen habe ich bei der Schwimmschule Nessy meinen Platz gefunden und kann seit dem mein Wissen weitergeben und Kindern das Schwimmen beibringen.

Veröffentlicht: 15.01.2026

Zuletzt bearbeitet: 03.02.2026

BM

Wann ist Wasser zu kalt zum Schwimmen?

Ab wann ist Wasser eigentlich zu kalt zum Schwimmen?
Wasser entzieht dem Körper deutlich schneller Wärme als Luft – schon Temperaturen, die angenehm wirken, können belastend sein. Wir klären auf, ab wann sich Wasser kalt anfühlt und welche Richtwerte man im Kopf behalten sollte.


Ab wann gilt Wasser als „kalt“?

Als Ausgangslage ist es gut die menschlichen Körpertemperatur von ungefähr 36°C zu nutzen. Aber anders als in der Luft haben wir im Wasser einen deutlich höheren Wärmeverlust und geben so unsere Körperwärme schneller ans Wasser ab - etwa 25 mal so schnell. 

  • Medizinisch: unter ~21 °C → Wärmeverlust bis 25× schneller als an Luft

  • Risiken: Kälteschock, eingeschränkte Koordination, Unterkühlung


Kinder & Babys

  • Kinder (Schwimmunterricht): 26–30 °C empfohlen

  • Babys: 32–34 °C notwendig, da Säuglinge Wärme schnell verlieren

  • Unter ~26 °C empfinden viele Kinder Kälte schnell, auch beim aktiven Schwimmen


Erwachsene

  • Hallenbad / Freizeit: 20–26 °C schwimmbar, unter 20 °C riskant ohne Neopren

  • Aktivität, Fitness und Gewöhnung beeinflussen, wie kalt es sich anfühlt


Wann fühlt sich Wasser kalt an?

Temperatur Empfinden
≥30 °C warm
27–29 °C neutral
24–26 °C kühl
21–23 °C deutlich kalt
18–20 °C sehr kalt
<18 °C schockartig

Merksatz: Alles unter 25 °C fühlt sich für die meisten Menschen kalt an – unter 20 °C für viele unangenehm.

 


Übersicht über die verschiedenen Altersgruppen

Zielgruppe Richtwert Temperatur
Babyschwimmen 32–34 °C
Kinder 26–30 °C
Erwachsene 21–28 °C
Offene Gewässer ≥20 °C empfohlen