Geschrieben von:

Julia Hahn

Schwimmlehrerin bei der Schwimmschule Nessy

Ich gebe seit mehr als 4 Jahren Baby und Kinderschwimmkurse und durfte schon viele Kinder auf ihrem Weg beim Schwimmenlernen begleiten.

Veröffentlicht: 13.11.2025

Zuletzt bearbeitet: 03.02.2026

JH

Schwimmen lernen leicht gemacht: 7 Tipps, wie Eltern helfen können

Schwimmen ist eine wichtige Fähigkeit für Kinder – nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für Gesundheit und Selbstbewusstsein. Mit diesen 7 Tipps kannst du Kinder zusätzlich zum Schwimmunterricht unterstützen. Mit der richtigen Begleitung, Motivation und ein paar gezielten Übungen können Kinder spielerisch und sicher Fortschritte machen.

Hier sind sieben Tipps, die Eltern direkt anwenden können.


Tipp 1: Frühzeitig spielerisch ans Wasser gewöhnen

Bevor Kinder Schwimmtechniken erlernen, sollten sie sich im Wasser wohlfühlen.

  • Gemeinsames Planschen in flachem Wasser oder der Badewanne

  • Ausblasen von Wasserblasen unter Wasser

  • Gleiten über Wasser auf dem Bauch oder Rücken

Wassergewöhnung reduziert Angst und schafft Vertrauen – die Grundlage für alle späteren Schwimmarten.


Tipp 2: Kleine, überschaubare Einheiten

Kinder lernen besser in kurzen, regelmäßigen Einheiten.

  • 10–15 Minuten Wasserübungen reichen oft schon, besonders am Anfang

  • Lieber öfter kurze Übungsphasen als selten lange Sitzungen

  • Positive Rückmeldungen und kleine Erfolge motivieren


Tipp 3: Übungen vom Hundepaddeln zum Kraulschwimmen / Brustschwimmen

Kinder beginnen oft instinktiv mit dem Hundepaddeln, das jedoch anstrengend und ineffektiv ist.

  • Unterstütze den Übergang zu Kraulbewegungen oder falls du das Brustschwimmen als erstes beibringen willst, Pfeilarmen und Froschbeinen

  • Konzentriere dich auf Arm- und Beinschlag getrennt, bevor alles kombiniert wird

  • Spielerische Übungen wie „Tauche nach Ringen“ oder „gleite wie ein Fisch“ helfen, Technik zu üben


Tipp 4: Sicherheit steht immer an erster Stelle

Niemals Kinder unbeaufsichtigt ins Wasser lassen.

  • Immer in Reichweite bleiben, auch wenn Kinder schon Schwimmhilfen nutzen

  • Geeignete Schwimmwesten oder Hilfsmittel nur temporär einsetzen

  • Auf tiefes Wasser und andere Schwimmer achten

Sicherheit schafft Vertrauen und ermöglicht entspanntes Lernen.


Tipp 5: Geduld und Motivation

Kinder lernen in ihrem eigenen Tempo.

  • Druck vermeiden – Zwang hemmt den Lernprozess

  • Kleine Erfolge feiern, z. B. erste 5 Meter gleiten, erste Atmung unter Wasser

  • Humor und Spiel fördern Motivation


Tipp 6: Kooperation mit Schwimmkursen

Eltern allein können Schwimmen unterstützen, aber professionelle Anleitung ist wichtig:

  • Schwimmkurse bieten strukturierte Übungen, korrekte Technik und pädagogische Expertise

  • Zu Hause Üben ergänzt, aber ersetzt den Unterricht nicht

  • Regelmäßige Teilnahme an Kursen verbessert die Erfolgschancen


Tipp 7: Spaß und positive Wassererlebnisse

Der wichtigste Faktor beim Schwimmenlernen ist Freude:

  • Spiele wie Wasserball, Sprungwettbewerbe oder kleine Schatzsuchen fördern Bewegung und Technik

  • Kinder merken gar nicht, dass sie lernen – und bleiben motiviert

  • Positive Assoziationen mit Wasser schaffen lebenslange Sicherheit


Fazit

Eltern können einen großen Beitrag leisten, wenn Kinder Schwimmen lernen – mit Geduld, kleinen Übungen und Spaß am Wasser. Die Kombination aus spielerischer Wassergewöhnung, pädagogisch sinnvollen Schwimmtechniken wie Kraul, professionellem Unterricht und kontinuierlicher Motivation hilft Kindern, sicher, selbstbewusst und effizient Schwimmen zu lernen.